Rücken

Diagnostik und Behandlung von Rückenschmerzen

Mehr als 38 Millionen mal im Jahr suchen Menschen in Deutschland wegen Rückenschmerzen einen Arzt auf [1]. Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, an der viele Einflussfaktoren beteiligt sind. Oft sind degenerative Veränderungen an den Wirbelsäulengelenken und Bandscheiben dafür verantwortlich. Wird der Krankheitsprozess frühzeitig erkannt und behandelt, lässt sich eine Verschlechterung des Krankheitsbildes oft mitverlangsamen. Unbehandelt drohen jedoch erhebliche Beeinträchtigungen und Einschränkungen – chronische Schmerzen, Arbeitsunfähigkeit und selten Lähmungen und Gefühlsstörungen.

Wie entstehen Rückenschmerzen?

Typisch für ein degeneratives Krankheitsgeschehen („Verschleiß“) sind ziehende Schmerzen meist im unteren Rücken (Lendenwirbelsäule) oder seltener zwischen den Schulterblättern (Brustwirbelsäule). Sie strahlen gelegentlich – je nachdem, welche Abschnitte der Wirbelsäule betroffen sind – bis in die Beine und Füße oder in Brust und Bauch aus.

Oft beginnt das Leiden mit einer zunächst unbemerkten Verschmälerung der Bandscheiben, die eine Instabilität in einem oder mehreren Segmenten der Wirbelsäule verursacht. Wenn die Muskeln daraufhin versuchen, die betroffenen Segmente zu stabilisieren, führen muskuläre Verspannungen zu einer Minderdurchblutung, die einen sogenannten ischämischen Schmerz (Schmerz durch Sauerstoffmangel im Gewebe) verursacht. Stress kommt ebenfalls als Schmerzauslöser oder -verstärker in Betracht. Es kommt zu Bewegungseinschränkungen und Blockierungen in den betroffenen Segmenten. Schreitet die Erkrankung fort, können sich an den Austrittstellen der Nervenwurzeln sogenannte Osteophyten bilden, gutartige Knochenwucherungen. Dadurch kann Druck auf die Nervenwurzeln entstehen, und es kommt zu einer Nervenreizung. Auch Bandscheibenvorfälle können Nervenwurzeln oder sogar das Rückenmark schädigen, sodass Schmerzen, Reizungen oder sogar Lähmungen auftreten.

Hauptursachen für degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule sind:

  • Haltungsschwäche,
  • Fehlbelastungen der Wirbelsäule,
  • Bewegungsmonotonie,
  • Bewegungsmangel,
  • ungeeignete Sitz- oder Schlafmöbel.

Wie können Rückenschmerzen behandelt werden?

Vor jeder Behandlung steht eine Ursachenanalyse. Mit Hilfe einer gründlichen Funktionsdiagnostik und technischen Diagnoseverfahren kommen wir den Ursachen Ihrer Rückenschmerzen zielsicher auf die Spur. Die Therapie richtet sich nach dem Befund: So kann zum Beispiel eine Periradikuläre Infiltrationsbehandlung (PRT) der betroffenen Nervenwurzeln schnell Linderung verschaffen, wonach weiterführende Physiotherapie, Elektrotherapie, Rückenschule oder Krankengymnastik zu einer dauerhaften Verbesserung des Krankheitsbildes beitragen kann.

 

[1] https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2016/november/volksleidenrueckenschmerzen-
viele-arztbesuche-und-untersuchungen-sind-ueberfluessig/